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Thema: Nun schießt die Spieleindustrie zurück

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    Arschloch der Herzen Avatar von Duke
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    Nun schießt die Spieleindustrie zurück

    "Weniger brutal als James Bond"
    Nach der Amoklauf-Warnung in Baden-Würtemberg weisen Entwickler von Computerspielen das von Politikern geforderte Verbot für Egoshooter zurück. Die meisten Politiker wüssten gar nicht wovon sie sprechen, sagen die Spieleentwickler. Die Politik hält dagegen.

    Sehr wahrscheinlich hat Bayerns Innenminister Günther Beckstein noch nie an einem Computer gesessen, um sich mit einem Killerspiel zu entspannen. Der CSU-Politiker, Jahrgang 1943, wäre somit typisch für seine Altersklasse. "Die wissen doch gar nicht, wie ein Computerspiel aussieht", sagt Christian Kleinsteinberg. Der 30jährige Mainzer ist hierzulande einer der erfolgreichsten Entwickler solch elektronischen Zeitvertreibs. Sein Vorwurf: Die meisten politischen Entscheidungsträger wüssten gar nicht, wovon sie reden.

    Gemeint ist auch der Bayer. Beckstein, ein Freund klarer Worte, hat das Verbot Gewalt verherrlichender Computerspiele gefordert. Der Freistaat werde dazu Anfang kommenden Jahres eine Bundesratsinitiative einbringen, kündigte er an. Demnach sollen Hersteller und Spieler derartiger Computerspiele mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafen belegt werden können. Untersagt werden müsse, eine grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeit gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen auszuüben. Es gebe da, so Beckstein, eine "Regelungslücke" im entsprechenden Paragrafen 131 des Strafgesetzbuches. In dem nämlich ist von Computerspielen keine Rede.

    Kleinsteinberg hat für solcherart politischen Aktionismus wenig Verständnis. Die Macht der Computerbilder werde überschätzt, sagt er. Viel zu unrealistisch seien sie, um als Anleitung für das normale Leben zu taugen. Er selbst empfindet es als Erholung, in fantastische Welten einzutauchen. Man könne da Taktik und Ausrüstung bestimmen und die Reflexe testen. Auch Kleinsteinberg tut das mitunter mit einem "Egoshooter". Das sind Spiele wie Counterstrike, für die sich auch jene jungen Männer begeisterten, die als Amokschützen in Erfurt und Emsdetten für weltweite Furore gesorgt hatten.

    "Es ist nicht bewiesen, dass Spiele aggressiv machen", sagt Professor Michael Kunczik von der Universität Mainz. Zwar lasse sich belegen, dass Gewaltszenen negative Effekte haben können, das gelte "aber nur für Problemgruppen". Den Politikern wirft der Medienwissenschaftler "Profilneurose" vor. Mit der von Beckstein angestoßenen Verbotsdiskussion werde versucht, von anderen Ursachen zur Gewaltneigung wie Arbeitslosigkeit oder fehlende Zukunftsperspektiven abzulenken.

    Dass sich die Spiele-Hersteller gegen ein Verbot wenden, war zu erwarten. Stefan Reichart, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen (Game), verweist auf die Verantwortung der Eltern. Sein Verband vertritt etwa 50 der in Deutschland verzeichneten 236 Entwicklungsstudios von Computerspielen. "99,9 Prozent" der von ihnen produzierten Spiele, sagt Reichart, seien weniger brutal als der neue James-Bond-Film.

    Auch die politische Reaktion auf den Beckstein-Vorstoß ist gespalten. Ausreichend findet Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) die derzeitigen Bestimmungen. Das klingt nach Absage. Auch von einer Verschärfung der Bestimmungen innerhalb der EU hält Zypries nichts. Die war unter anderem von Großbritannien gefordert worden. Die Oppositionsparteien FDP, Grüne und Linke warnten vor einer Kriminalisierung von Spielern und Herstellern. Bayern aber rechnet auf Länderebene mit breiter Unterstützung: Bei der letzten Konferenz der Innenminister in Nürnberg hätten alle Kollegen einstimmig zugesagt, das Thema vorantreiben zu wollen, sagt Beckstein. Schwieriger werde es allerdings, die nötige Zustimmung der Justizkollegen einzuholen. Bereits vor sieben Jahren war der Freistaat mit einer ähnlichen Initiative gescheitert. Damals nach einem Amoklauf in Bad Reichenhall, bei dem ein 16-jähriger Lehrling vier Menschen und dann sich selbst getötet hatte. Inzwischen meldeten auch Innenminister ihre Bedenken zu dem Vorstoß aus Bayern an. Darunter auch Kollegen aus der Union wie der neue Ressortchef in Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier. Ein Verbot allein, werde das Problem nicht lösen, zeigte sich der CDU-Politiker skeptisch.

    Für die Interessenvertreter der Polizisten ist die heftig geführte Diskussion nicht nachvollziehbar. Von 250 000 Polizisten in Deutschland seien gerade einmal 100 spezialisiert auf Ermittlungen im Internet, sagte Wolfgang Speck, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, der WELT.de. Auch seiner Meinung nach ist der Paragraf 131 des Strafgesetzbuches in seiner jetzigen Fassung ausreichend. Nur müsse er bei Verstößen auch konsequent angewandt werden.

    gelesen auf welt.de
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