ich schätze mal deswegen findest du noch nichts.

Die ARD hat erstmals technische Details zu ihren am morgigen Mittwoch vorgenommenen Transponderänderungen der digitalen Satellitenausstrahlungen über Astra 19,2 Grad Ost mitgeteilt.

Im Zuge der Anmietung eines zusätzlichen Transponders, der zur Auslagerung von Programmen und damit einer Steigerung von Datenrate und Bildqualität genutzt werden soll, wechseln die Sender EinsExtra, EinsPlus, EinsFestival, Arte und Phoenix am 19. März auf die Frequenz 10,743 GHz (horizontale Polarisation, FEC 5/6, Symbolrate 22.000 MSym/s) . Zeitgleich werden die Kanäle, auf ihren bisherigen Transpondern, auf denen sie bis zum 2. Juni im Rahmen einer Simulcast-Übertragung vorübergehend auf Sendung bleiben, mit dem Zusatz "alt" hinter dem Sendernamen marktiert.

Ab dem 2. Juni starten dann auf dem früheren Arte- und Phoenix-Transponder 71 die Ausstrahlungen der "Regionalzeit" des Bayerischen Fernsehen Nord. Das bisherige BR-Programm firmiert in Bayerisches Fernsehen Süd um. Auf Transponder 85, der Heimat der ARD-Digitalkanäle, kommen am 2. Juni die NDR-Regionalprogramme für Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, zum Zuge. Ebenfalls erfolgt eine Aufschaltung von MDR-Regionalfenstern für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Zu weiteren Umbelegungen kommt es bei den ARD-Hörfunksendern, Radio Bremen und dem Digitalsender BR-Alpha. Die ARD hat alle Umstellungen in einer PDF-Datei zusammengefasst, um die Zuordnung nach dem erforderlichen neuen Suchlauf zu erleichtern.

Bereits im Januar hatte der öffentlich-rechtliche Sender den von CNBC Europe bis Ende 2007 für die analoge Ausstrahlung seines Programms genutzten Transponder 10,744 GHz auf Astra 19,2 Grad Ost übernommen, um über zusätzliche Reserven für die geplanten HDTV-Ausstrahlung ab 2009 und die Optimierung bestehender Programme zu verfügen (SAT+KABEL berichtete). Zuvor war im August ein entsprechender Mietvertrag mit dem luxemburgischen Satellitenbetreiber über eine Laufzeit von 15 Jahren angekündigt worden.

Zu Problemen kann es bei der Umstellung in Satelliten-Haushalten kommen, bei denen Einkabel-Lösungen für den Empfang genutzt werden. Der im Lowband angesiedelte Transponder, auf dem die digitalen Kanäle wie EinsFestival, EinsExtra und EinsPlus wird von diesen Systemen in den meisten Fällen nicht umgesetzt.

Durch den Transponder-Ausbau sollen neben einer Steigerung der Bildqualität bei den Hauptsendern die notwendigen Voraussetzungen für die Übertragung zum Beispiel von mehr Dolby-Digital-Ton und von Hörfilmen geschaffen werden. Schließlich können Zuschauer mit digitalem Kabelempfang künftig auch die bisher nur über Satellit verbreiteten ARD-Hörfunkprogramme empfangen.

Vom Transponderwechsel nicht betroffen sind Zuschauer, die ihr Fernsehprogramm noch analog empfangen. Sie können die Angebote der ARD auf dem gewohnten Empfangsweg per Kabel nutzen. Das Gleiche gilt für den Empfang über Antenne (DVB-T), Mobile-TV (DVB-H, DMB) und Fernsehen über das Internet (IPTV).