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fritzmuellerde
10.04.08, 07:16
Fackellauf wird zur Farce - San Fran narrt Protestler

Aus Angst vor massiven Protesten gegen die Tibet-Politik der chinesischen Regierung ist der olympische Fackellauf durch San Francisco in letzter Minute umgeleitet worden. Nach einem über zweistündigen Katz-und-Maus-Spiel nahm der Lauf ein friedliches, aber glanzloses Ende. Führende Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zeigten sich bei einem Treffen in Peking erleichtert. Nach den teilweise gewalttätigen Protestaktionen bei den Fackelläufen in London und Paris nannte IOC-Präsident Jacques Rogge "die Situation in San Francisco besser". Es sei aber nicht "die freudige Party" gewesen, die man sich erhofft habe.

Route komplett geändert

Wegen der drohenden Ausschreitungen hatten die Veranstalter die ursprünglich geplante Route durch San Francisco, wo Zuschauer und Demonstranten stundenlang vergeblich auf die Flamme warteten, komplett geändert. Der geplante Lauf entlang der Hafenpromenade und die Abschlussfeier auf dem Justin-Herman-Platz wurden kurzfristig gestrichen.

Nach dem Entzünden der Fackel waren die Läufer heimlich per Bus in einen anderen Stadtteil, weitab von der geplanten Strecke, gebracht worden. Dort setzten sie ihren Lauf durch die Stadt unter starkem Polizeischutz ohne große Zwischenfälle in meist menschenleeren Straßen fort. David Perry, Sprecher der Fackellauf-Organisatoren, verteidigte die Programmänderung. Die "außergewöhnliche Maßnahme" sei zum Schutz der Läufer getroffen worden. Nach den Vorfällen in London und Paris hätten sich zahlreiche Fackelträger vor gewalttätigen Ausschreitungen gefürchtet.

Um den Fackellauf betrogen

In den Stunden vor dem Lauf war es zu heftigen Wortgefechten zwischen chinesischen Olympia-Befürwortern und pro-tibetischen Demonstranten gekommen. Die Polizei musste eingreifen, um Gewalttätigkeiten zu verhindern. Die wachsende Anspannung in der Menschenmenge habe am Ende dazu geführt, dass die Route in letzter Minute geändert werden musste, teilte die Stadtverwaltung mit. Bürgermeister Gavin Newsom wehrte sich gegen scharfe Kritik, Zuschauer und Demonstranten um den Lauf betrogen zu haben. "Meiner Meinung nach hatten die Leute das Recht zu protestieren und die Fackel zu unterstützen. Das sah man auf der Straße. Wir haben keine Proteste verboten", sagte Newsom.

Applaus vom IOC

Peter Ueberroth, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC), begrüßte den Ablauf der Veranstaltung. "Die Stadt San Francisco wird global betrachtet dafür Applaus erhalten".

Quelle n-tv (http://www.n-tv.de/Fackellauf_wird_zur_Farce_San_Fran_narrt_Protestle r/100420081807/946628.html)

Sinakana
10.04.08, 08:30
Bleibt zu hoffen, dass aus der Fackel keine Flächenbrand wird.

Grüße
Sinakana